Statement:Grüne: Alte Risiken beim Schiefergas-Fracking, neue Schönfärberei der Union

Die grundlegenden Probleme des unkonventionellen Frackings sind eben nicht geklärt und bleiben: der massive Chemikalieneinsatz, die Gefahr für unser Grundwasser, der enorme Flächenverbrauch und nicht zuletzt zusätzliche klimaschädliche Emissionen. Gerade in einem Bundesland wie Niedersachsen, das stark von sauberem Trinkwasser, Landwirtschaft und intakten Ökosystemen lebt, wäre das ein falscher und gefährlicher Weg.

Ein Gutachten des Bundeswirtschaftsministeriums bringt wieder Schiefergas-Fracking ins Spiel und rückt Niedersachsen wegen möglicher großer Vorkommen in den Fokus. Dazu sagt Marie Kollenrott, energiepolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion:

Unkonventionelles Fracking ist und bleibt ein Risiko für Mensch und Umwelt. Für uns Grüne ist klar, dass Niedersachsen kein Experimentierfeld für eine Form der Energiegewinnung sein darf, deren Langzeitfolgen nicht geklärt sind.

Die niedersächsische CDU-Landtagsfraktion redet umweltschonendere Fracking-Verfahren herbei, erwähnt aber doch Gefahren für das Trinkwasser. Daran lässt sich klar ablesen: Die hiesige CDU windet sich, um die Illusion der Bundeswirtschaftsministerin vom plötzlich umweltschonenderen Fracking zu verkaufen. Neue Schönfärberei soll altbekannte Risiken beiseite wischen.

Die grundlegenden Probleme des unkonventionellen Frackings sind eben nicht geklärt und bleiben: der massive Chemikalieneinsatz, die Gefahr für unser Grundwasser, der enorme Flächenverbrauch und nicht zuletzt zusätzliche klimaschädliche Emissionen. Gerade in einem Bundesland wie Niedersachsen, das stark von sauberem Trinkwasser, Landwirtschaft und intakten Ökosystemen lebt, wäre das ein falscher und gefährlicher Weg. Alte Risiken bleiben, weitgehend neu ist die Schönfärberei der Union.

Außerdem ist Fracking energiepolitisch rückwärtsgewandt. Statt neue fossile Abhängigkeiten zu schaffen, müssen wir konsequent auf erneuerbare Energien setzen. Sie legen die Grundlage für Arbeitsplätze, Versorgungssicherheit und Klimaneutralität.

Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie die Sorgen der Menschen ernst nimmt und nicht auf Druck der Lobby ein bewährtes Schutzprinzip aufweicht. Gut, dass die zuständigen Minister in Niedersachsen, Christian Meyer und Grant Hendrik Tonne, klargestellt haben, dass unkonventionelles Fracking in Niedersachsen auch weiterhin verboten bleiben soll.

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